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Mainzer Initiative vernetzt Medienforscher und Medienwirtschaft

Die Medienstadt Mainz soll ihre Potenziale ausschöpfen, um zum führenden Standort für die Aus- und Weiterbildung in modernen Medienberufen zu werden. Das ist das erklärte Ziel des „Zukunftsbeirat Mainzer Medienwirtschaft“, einer Initiative von Wirtschaft, Rundfunkanstalten, Wissenschaft und Politik.

 

In der Fachhochschule Mainz gab die Initiative Mainzer Medienwirtschaft zum Auftakt einer neuen Reihe von Netzwerk-Veranstaltungen erstmals Unternehmern und Wissenschaftlern aus dem Rhein-Main-Gebiet die Möglichkeit, Kontakte für konkrete Projekte zu knüpfen. IHK-Hauptgeschäftsführer Richard Patzke: „Der Medienstandort Rheinhessen verfügt über leistungsstarke Medienunternehmen und über leistungsfähige Hochschulen. Diese Potenziale wollen wir vernetzen. Ziel ist, technologische Zukunftstrends zu erkennen und frühzeitig Konzepte zur Ausbildung in diesen Technologien zu entwickeln.“

 

Wie leistungsstark Medienwirtschaft und Medienforschung in Rheinhessen sind, zeigten Repräsentanten von Firmen und Forschungseinrichtungen. So demonstrierten Prof. Dr. Anett Mehler-Bicher und Lothar Steiger von der Fachhochschule Mainz, dass der schnelle Zugriff auf die richtigen Informationen zur richtigen Zeit und ihre effiziente Darstellung durch die Flut an digitalen Informationen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Noch erfolgt die Vermittlung derartiger Informationen überwiegend durch klassische Darstellungsformen und Materialien wie Büchern, Videofilmen oder in Vorträgen. Dagegen ermöglicht „Augmented Reality“ viele neue Applikationen, deren Nutzen in einer Verschmelzung von virtuellen Objekten mit der Realität liegt. Als Beispiel zeigten die Wissenschaftler eine Lösung, wie ein Autokatalog die zum Verkauf angebotenen Objekte dreidimensional präsentieren kann. Dies kann dem Marketing neue Dimensionen eröffnen.

 

Tilman Au, Geschäftsführer des Mainzer Internet-Dienstleisters NIDAG GmbH, referierte zum Thema „Vermarktung intelligenter Plakate“. Au, der seit knapp 15 Jahren in der digitalen Welt zu Hause ist, machte deutlich, dass die Digitalisierung auch das klassische Medium Plakat fest im Griff hat.

 

Schon heute sind Plakate interaktiv, bieten QR-Codes und zielgruppenspezifische Mehrwerte. Bildschirm-Medien, wie Digital Signage befinden sich an unterschiedlichsten Plätzen in Bahnhöfen, Einkaufspassagen, an  Flughäfen oder in Fast-Food Restaurants und garantieren umfassende Inhalte am Point-of-Sales. Künftig werden Werbebotschaften auch nach Tageszeit oder Region aktualisierbar sein. Au ist sicher, dass sich hierdurch vielfältige Möglichkeiten ergeben werden, um Inhalte digital darzustellen und zu platzieren - und das branchen- und zielgruppenübergreifend.

 

Dass die Digitalisierung der Medien längst auch in den Bildungseinrichtungen Einzug Gehalten hat, zeigten Barbara Weitzel, Vorstand des Medienunternehmens REDNET AG, und Sascha Müller, am „Digitalen Schwarzen Brett“. Tafel und Kreide sind interaktiv, Hausaufgaben werden online recherchiert und YouTube- Videos avancieren zum Unterrichtsgegenstand. Doch auch im Verwaltungsalltag von Schulen sorgen die großen Displays mit integriertem Rechner für mehr Effizienz. So lässt sich vor allem der Vertretungsplan in die Klassenzimmer übertragen, aktuelle Durchsagen werden angezeigt sowie Warn- und Alarmhinweise ohne Zeitverzug übermitteln.

 

 

Als Vertreter des Zukunftsbeirates freuten sich Professor Dr. Stephan Füssel (li), IHK-Hauptgeschäftsführer Richard Patzke und Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte gemeinsam mit den Referenten und Organisatoren der Veranstaltung über die rege Beteiligung.