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Das Buch der Zukunft ist intermedial – Absolvent der FH Mainz Gewinnt 1. Preis beim Wettbewerb des Börsenvereins

Max Kostopoulos, Design-Absolvent der FH Mainz, hat mit seinem Projekt „eins und eins macht eins –
drei intermediale Buchexperimente“ bei dem vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgeschriebenen Wettbewerb
zum „Prinzip Buch“ den mit 1500 Euro dotierten ersten Preis gewonnen. Wie sieht die Zukunft des Buches aus?
Was bewirkt der digitale Wandel? Mit diesen Fragen hatte der Börsenverein Kreative an Design- und
Gestaltungshochschulen dazu eingeladen, das „Prinzip Buch“ zu hinterfragen und neue Perspektiven für das
traditionelle Lesemedium zu entwickeln.

Ausgehend von dem Gedanken, dass Inhalte heute verstärkt über mehrere Medien hinweg „erzählt“ werden,
hat Max Kostopoulos in seiner Arbeit – gleichzeitig seine Master-Thesis im Studiengang Gutenberg Intermedia
– das Buch mit einem weiteren Medium oder einer innovativen Technologie kombiniert. „Buch und Facebook“,
„Buch und Film“ sowie „Buch und Wii“ heißen die drei Bände seines intermedialen Experiments. „In jedem Buch
der Reihe“, so Max Kostopoulos, „wird durch theoretische Überlegungen ein gestalterisches Konzept hergeleitet
und, den Überlegungen folgend, ein Buchexperiment durchgeführt. In jedem Buch wird ein Medium oder eine
Technologie thematisiert. Das Konzept der Buchreihe lässt sich verkürzt mit der Formel ‚Buch (eins) und
Zweitmedium (eins) macht Hybridmedium (eins)’ beschreiben.“

Buch und Facebook – Face the Book


Sieben Buchbegriffsdefinitionen aus Kultur, Design, Buchmarkt und Wissenschaft wurden auf einer Facebook-Seite
zur Diskussion gestellt. Anschließend wurden zwei Pinnwandeinträge in ein hybrides Buchlayout übersetzt.

Buch und Film – Codierung

Wie kann das Buch im Film ästhetisch in Erscheinung treten? Vier Codes – Qr-Code, Mikrosoft-Tag, BeeTagg und
DataMatrix-Code – verlinken den zweiten Buchband mit vier Stop-Motion-Filmen im Internet.

Buch und Wii – Ecken Appknicken


Durch elektronische Bauteile erhält das Buch die Funktionalität eines Game-Controllers. Mit dem Buch kann eine
Computer-App gesteuert werden. Durch die App kann in ein Panoramabild hinein- und herausgezoomt werden. Im
Panorama sind Bilder von Projektbeispielen zu sehen, die im Buch beschrieben werden. Durch Dreh- und
Kippbewegungen mit dem Buch kann die App gesteuert werden. Das Knicken der Ecken ermöglicht es dem Leser, in das
Panorama hinein- und hinauszuzoomen.

„Aus der großen Vielfalt herausragender Einsendungen sticht der Beitrag von Max Kostopoulos besonders hervor“,
so die Expertenjury, bei der insgesamt 60 Wettbewerbsbeiträge eingegangen waren. „Der kreative Ansatz medialer
Vernetzung, gepaart mit einer bis ins Detail perfekt umgesetzten optischen Ausarbeitung, reflektiert und erfasst
das ‚Prinzip Buch’ auf eine gleichsam treffende wie abwechslungsreiche Art und Weise.“

Weitere Informationen unter: http://www.maxkostopoulos.de

 

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Geplante Themen der Mainzer Medienwirtschaft

Bisher sind folgende Themen für die kommenden Foren der Mainzer Medienwirtschaft in Planung:

 

für das Jahr 2012:

ebooks - verändertes Lesen in digitalen Medien mit Univ.-Prof. Dr. Stephan Füssel

Nutzung von Nachrichten-Apps mit Univ.-Prof. Dr. H. W. Nienstedt

Medienrecht: Urheber- & Nutzungsrecht im Internet mit Univ.-Prof. Dr. Dörr

Mobilitätsstudie mit Prof. Krauter

 

für das Jahr 2013:

Frühkindliche Medienerziehung mit Univ.-Prof. Dr. Stefan Aufenanger

Kommunikationsmöglichkeiten in digitalen Räumen & Transformation von digitalisierten Formen mit Prof. Klaus Teltenkötter

 

Falls Sie Anregungen und Ideen zu den Themen haben, falls Sie Unternehmen kennen, die Interesse haben sich zu diesen Themen zu präsentieren, schreiben Sie bitte an: forum@mainzer-medienwirtschaft.de

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Computerspiele zum Lernen?!

Dieser Frage ging das 4. Forum an der Johannes Gutenberg-Universität nach:

Vorgestellt wurden Forschungsprojekte der Fächer Medienpädagogik und Erziehungswissenschaft. Professor Dr. Stefan Aufenanger präsentierte mit Luise Ludwig das Projekt: "iPad-Nutzung in Schulen", welches nach den Bedingungen zur Verbesserung der Lehr- und Lernkultur fragt. Das Projekt „Computerspiele zum Lernen?!“ unterbreitet Vorschläge zur Entwicklung neuer Ansätze von „game-based learning“ als Lernumgebung. 

Zur  Präsentation.      

Die Firma EnterTrain Software GmbH, vertreten durch deren Geschäftsführer Herrn Prof. Dipl.-Ing. Jirka Dell`Oro-Friedl, stellte das Projekt „ExperiMINTe“ dar. Die didaktisch-interaktive Anwendung aus dem Bereich Naturwissenschaften gewann 2010 den Computerspielpreis in der Kategorie „Bestes Serious Game“. 

 

 

V.l.n.r.: Richard Patzke (Hauptgeschäftsführer der IHK für Rheinhessen), Univ.-Prof. Dr. Stefan Aufenanger (Dekan FB 02), Karin von der Groeben (Geschäftsführerin der Initiative Mainzer Medienwirtschaft), Univ.-Prof. Dr. Stephan Füssel (Leiter des Instituts f. Buchwissenschaften, Sprecher des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz), Viktor Piel (Leiter Weiterbildung der IHK für Rheinhessen)

© Viktor Piel

 

 

Die Referenten:

 

Univ.-Prof. Dr. Stefan Aufenanger, geboren 1950, studierte Erziehungswissenschaft, Soziologie, Psychologie und Kunstgeschichte an der Universität Mainz mit den Abschlüssen Diplom in Pädagogik, Promotion in Soziologie. Der Ruf der Professur Erziehungswissenschaft und Medienpädagogik führte den jetzigen Dekan des Fachbereichs 02 an die Universität nach Hamburg, bevor er 2005 wieder zurück in die Domstadt kehrte. Der Mitherausgeber pädagogischer Fachzeitschriften ist Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Vereinigungen (u.a. DGPuK, DGS, JFF). Seine Arbeit beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Themen „Familie und Medien“ sowie „Multimedia und Lernen“. www.uni-mainz.de  www.aufenanger.de

 

Prof. Dipl.-Ing. Jirka Dell'Oro-Friedl, gebürtiger Mainzer, entwickelt Computerspiele seit den frühen 1980ern. 1997 gründete er die Firma EnterTrain GmbH für Spiel- und Lernsoftware. Neben vielen Trainingsprogrammen, insbesondere für die Daimler AG, konnte er an Spieleproduktionen wie „Opera Fatal“, „Spellforce“, „Techforce“ und ExperiMINTe“ mitwirken. Letztere beiden wurden mit dem Deutschen Computerspielpreis in der Kategorie „Serious Games“ ausgezeichnet, wofür er sich als Konzepter und Entwickler maßgeblich mitverantwortlich zeichnet. Seit dem Jahr 2000 war er zudem als Gastdozent an der Fachhochschule Mainz tätig. Im Herbst 2010 erhielt er schließlich den Ruf auf die Professur „Anwendungskonzeption unter besonderer Berücksichtigung von Gamedesign“ an der Hochschule Furtwangen. www.entertrain.de         

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Punktlandung: “Moving Types” erhält begehrten red dot design award

Konzipiert wurde das Projekt vom Zentrum Zeitbasierte Gestaltung (z zg), einer Kooperation der
Fachhochschule Mainz am Institut für Mediengestaltung und der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd

„Moving Types – Lettern in Bewegung“, die Avantgarde-Ausstellung zur Geschichte bewegter Schrift und Buchstaben in Film und Internet, ist mit dem begehrten Designpreis red dot design award ausgezeichnet worden. Die internationale Jury zeichnete damit ein Projekt aus, das Design sowohl im Thema als auch in einem sehr innovativen multimedialen Ausstellungskonzept auf kleinstem Raum umsetzte.

/Mainz / Schwäbisch Gmünd /- Rote Punkte sind in der Kunst- und Designwelt sehr begehrt. In Galerie-Ausstellungen belegt der kleine rote Punkt neben einem Bild oder einer Plastik, dass das Kunstwerk nicht nur dem Galeristen gefällt, sondern auch bereits einen zahlenden Käufer gefunden hat. In der Designwelt ist der red dot design award einer der weltweit begehrtesten Designpreise und ein Ritterschlag für Kreative. Jedes Jahr bewerben sich Tausende von Agenturen und Gestaltern, um bei einer hochkarätigen Jury buchstäblich zu punkten.

In diesem Jahr erhält die Ausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“ einen der begehrten Roten Design-Punkte. Konzipiert vom Zentrum Zeitbasierte Gestaltung (z zg), einer Kooperation der Fachhochschule Mainz und der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, zeigt sie die Geschichte bewegter Schriften und Buchstaben in Film und Internet. In über 200 Filmen, Vorspännen, Werbeclips, Musikvideos oder Internetsentenzen sieht man, wie Buchstaben zum Leben erwachen, beweglich oder mehrdimensional werden. Die Palette reicht von Kinderprogrammen wie "Winnie Puuh" oder "Sesamstraße", wo Buchstaben als welkes Laub im Wind flattern oder zu Lernzwecken vernascht werden, bis zu computeranimierten dreidimensionalen Lebenswelten, in denen Texte virtuell erklärend im Raum schweben. Gezeigt werden über 200 internationale Künstler und Gestalter wie Oskar Fischinger, Jenny Holzer oder Matthias Zentner.

Doch „Moving Types“ bringt Design nicht nur inhaltlich auf den Punkt, sondern auch durch sein avantgardistisches Ausstellungskonzept. Herzstück ist die "Medienlounge", in der die unzähligen Informationen auf kleinen leuchtenden Würfeln im Raum zu schweben scheinen. Jeder Würfel enthält codiert eine Kurzdokumentation, ein Erklärstück oder einen Filmausschnitt. Auf iPads lassen sich die Informationen einlesen und anschauen. Das gleiche Konzept findet sich im Katalog, der damit einer der ersten Kataloge mit eingebautem Kino sein dürfte. Weiterer Höhepunkt ist eine Medienfassade, die per SMS mit Botschaften bespielt werden kann. Damit können Besucher selbst bewegte Buchstaben schaffen.

Die Auszeichnung, so reddot-Initiator Prof. Peter Zec, zeige eindrucksvoll, dass sich die Sieger mit den kreativsten Köpfen der Branche gemessen und behauptet haben. Der Ausstellung voraus ging eine langjährige Sammlungs- und Forschungsarbeit des z zg, einem Verbund des Instituts für Mediengestaltung der FH Mainz und der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. Die Professoren Ralf Dringenberg und Anja Stöffler haben die Ausstellung auch entworfen und gemeinsam mit zahlreichen Studierenden im Rahmen von "Mainz - Stadt der Wissenschaft“ im Gutenberg-Museum in Mainz umgesetzt.

Noch bis zum 12. August ist die Ausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“ im Gutenberg-Museum zu sehen. Danach wandert sie dank der Förderung durch die Baden-Württemberg Stiftung weiter nach Schwäbisch Gmünd (Galerie im Prediger, ab 28. September) und Warschau (Nationalmuseum, 2013). Einen kurzen Eindruck vermittelt auch die Sonderausstellung „Design on stage“ vom 25. bis 28. Oktober 2012 in der Alten Münze in Berlin, wo alle Siegerarbeiten des red dot design award vorgestellt werden.

Weitere Informationen zur Ausstellung: www.moving-types.de