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Buch aus Mainz gewinnt Designpreis in Gold

Alle weltweit verfügbaren digitalen Schriftzeichen in einem Band

31. Oktober 2012 | Der Mainzer Professor Johannes Bergerhausen, Dozent am Fachbereich Gestaltung der FH Mainz, die Kommunikationsdesignerin Siri Poarangan und der Programmierer Daniel A. Becker sind für ihr Buch "Decodeunicode ---
Die Schriftzeichen der Welt" mit dem Designpreis der Bundesrepublik
Deutschland in Gold ausgezeichnet worden.

 

 A, B und C sind große Erfindungen - aber die Welt hört nach dem
Buchstaben Z noch lange nicht auf. Die im Verlag Hermann Schmidt Mainz
erschienene Printpublikation "Decodeunicode - die Schriftzeichen der
Welt" zeigt nicht nur erstmals alle 109.242 weltweit verfügbaren
digitalen Schriftzeichen in einem Buch, sondern macht sie auch
auffindbar. Den Autoren ist es damit gelungen, den Kosmos der
Unicode-Zeichen, die jeder auf seinem Rechner hat, erlebbar zu machen.
Der Leser erfährt nicht nur, was die Zeichen bedeuten, sondern auch, wie
man sie in eigene Texte oder SMS einfügen kann. Egal ob lebende,
ausgestorbene, häufig genutzte oder Nischenschriften: "Decodeunicode"
nimmt den Leser mit auf eine typografische Welt- und Zeitreise und lässt
ihn eintauchen in die faszinierende Welt der Zeichen.

Der Designpreis gilt als die höchste offizielle Auszeichnung in der
Bundesrepublik Deutschland für den Bereich Design. Er wird jährlich vom
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie verliehen. Der Preis
wird in den Kategorien Produkt Design, Kommunikationsdesign, Öko-Design
und Nachwuchs vergeben.

Decodeunicode - Die Schriftzeichen der Welt
Autoren: Johannes Bergerhausen, Siri Poarangan
Verlag: Herman Schmidt Verlag Mainz
656 Seiten, Deutsch

Weitere Informationen unter:
http://bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=520942.html
http://www.typografie.de/Unsere-Buecher/Typografie/Johannes-Bergerhausen_Siri-Poarangan/Decodeunicode::1409.html

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7. Forum Mainzer Medienwirtschaft: Lesen im digitalen Zeitalter: neue Chancen durch das e-book

Das elektronische Buch und seine wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Potenziale waren Thema beim 7. Forum der Initiative Mainzer Medienwirtschaft. Wird das „e-book“ unsere Lesegewohnheiten ändern und wird es künftig noch auf Papier gedruckte Bücher geben? Das war die zentrale Frage, auf die sich das Publikum in der IHK in Mainz die Antwort von Forschern und Verlegern erhoffte.

Der Buchwissenschaftler Professor Dr. Stephan Füssel bescheinigte dem e-book einen wachsenden Marktanteil. So hätten die Deutschen im ersten Halbjahr 2012 rund 4,6 Millionen E-Books gekauft für zusammen 40 Millionen Euro – so viele wie im gesamten Jahr zuvor. Zwar seien die Zuwächse nicht so hoch wie in den USA, weil der extrem gut sortierte deutsche Buchhandel mit seinen kurzen Lieferfristen hohe Kundenzufriedenheit garantiere. Doch der Buchwissenschaftler blickt voraus: „Bis 2015 rechnen wir mit 12 -15 Prozent e-book Verkauf auf dem deutschen Buchmarkt – bei derzeit 2 Prozent Anteil.“

Einen weiteren Beleg für die zunehmende Lektüre von Texten via eReader oder Tablet kennt Füssel aus seinem universitären Alltag. Der Sprecher des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz weiß, dass bereits 80 Prozent der wissenschaftlichen Literatur digital verfügbar ist.

Dass allerdings immer noch 53 Prozent der Studierenden diese Texte lieber auf Papier ausdruckt, anstatt sie vom Bildschirm zu lesen, berichtet Professor Dr. Matthias Schlesewsky. Weil die Lektüre von e-books vielen Zeitgenossen - frei nach der Boulevard-Schlagzeile „Macht uns die moderne Technik dumm?“ - immer noch als „Lesen zweiter Klasse“ gilt, hat der Neurolinguist an der Johannes Gutenberg-Universität eine Studie zur Lesefähigkeit unterschiedlicher Medien gestartet. Im Experiment wurde die Lesbarkeit gedruckter Seiten mit der Lesbarkeit moderner Displays untersucht. Ein überraschendes Ergebnis: Während 18- bis 30-jährige Probanden die Texte auf Papier, eReader und Tablet gleich schnell erfassen, lesen Probanden jenseits der 60 Jahre die Texte am schnellsten – nicht auf Papier, sondern auf dem Tablet.

Wie die Verschmelzung des Mediums Buch mit dem Internet die Zukunft des Lesens verändert, erforscht der Buchwissenschaftler Dominique Pleimling, M.A. . Ihm zufolge spiegelt die wachsende Zahl entsprechender Internetportale, dass der Wunsch der Leser wächst, sich unabhängig von Zeit und Ort mit anderen Lesern oder den Autoren über die digital gelesenen Texte auszutauschen. Diese neue Art des „social reading“ eröffnet den Verlagen neue Möglichkeiten des Marketing, der Leserbindung oder der Autorenwerbung. Dass digitale Texthändler wie Amazon über ihre eReader Lesegewohnheiten ihrer Kunden registrieren können, wird zwar zu einer neuen Form des Datenhandels führen. Doch Verlage könnten damit neue Buchprojekte auflegen, die gezielt auf die Kundenwünsche zugeschnitten sind.http://www.bpb.de/apuz/145378/social-reading-lesen-im-digitalen-zeitalter?p=all

Davon weit entfernt ist die Mainzer Verlegerin Dr. Annette Nünnerich-Asmus. Sie bezeichnet sich zwar als „glühende Verfechterin des gedruckten Buches“, bewirbt aber ihre Verlag & Media GmbH mit dem Slogan „Ihr Generalunternehmer für Buch und neue Medien!“ Denn der Verlag, der sich auf Archäologie, Kunst und Geschichte spezialisiert, setzt neben dem klassischen Printmedium auch auf die Kombination von Print und neuen Medien – unter anderem in Form des Mediabuches.

Das aktuelle Mediabuch-Projekt erlaubt Besitzern eines Tablets oder eines iPhones eine 3-D-Führung durch die virtuelle Rekonstruktion des mittelalterlichen Mainzer Kaufhauses aus dem 14. Jahrhundert. Mittels QR-Code oder Information On Demand kommt die Verbindung von gedrucktem Buch zum Internet zustande, von wo der Leser virtuell mit gesprochenen Erläuterungen und Musikuntermalung durch ein Bauwerk geführt wird, das seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr existiert. Dass solche elektronischen Ausflüge ins Netz ihren Preis haben, ist Teil des Geschäftsmodells.

STEFAN LINDEN

 

 

Bildergalerie

v.l.n.r.: Viktor Piel (Leitung Weiterbildung IHK für Rheinhessen), Univ.-Prof. Dr. Stephan Füssel (Leiter d. Instituts f. Buchwissenschaften | Sprecher des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz), Dr. Annette Nünnerich-Asmus (Geschäftsführende Gesellschafterin des Nünnerich Asmus-Verlags), Dominique Pleimling, M.A. (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Inst. f. Buchwissenschaften), Richard Patzke (Hauptgeschäftsführer IHK für Rheinhessen), Franz Ringhoffer (Geschäftsführer GVG der Stadt Mainz mbH und der Wohnbau Mainz), Karin von der Groeben (Geschäftsführerin Initiative Mainzer Medienwirtschaft), Univ.-Prof. Dr. Matthias Schlesewsky (Professor für Allgemeine Sprachwissenschaft am Department of English and Linguistics der JGU)

 

60 Zuhörer lauschten dem rhetorischen Einstieg in die Marktsituation durch Univ.-Prof. Dr. Stephan Füssel

© IHK Rheinhessen / Stefan Linden
Die Referenten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Univ.-Prof. Dr. Stephan Füssel ist Inhaber des Gutenberg-Lehrstuhls der Universität Mainz, Leiter des Instituts für Buchwissenschaft und Sprecher des Forschungsschwerpunktes „Medienkonvergenz“ der Johannes Gutenberg-Universität. Er veröffentlichte zahlreiche Publikationen zur Gutenberg- und Frühdruckforschung, zum Buchhandels- und Verlagswesen und zum Medienumbruch der Gegenwart. Professor Dr. Stephan   Füssel ist unter anderem Herausgeber des „Gutenberg-Jahrbuchs“, der „Mainzer Studien zur Buchwissenschaft“ und der Schriftenreihe „MediaConvergence“. www.buchwissenschaft.uni-mainz.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Univ.-Prof. Dr. Matthias Schlesewsky studierte Chemie, Biologie, Toxikologie und Linguistik in Potsdam und Leipzig. Er schloss 1992 sein Studium mit einem Diplom in Chemie ab und promovierte 1997 in allgemeiner und theoretischer Linguistik zur Verarbeitung syntaktischer Phänomene im Deutschen. Im Jahre 2002 wurde er zum Juniorprofessor für Neurolinguistik am Institut für Germanistische Linguistik der Universität Marburg ernannt. Seit 2008 ist er Professor für Allgemeine Sprachwissenschaft am Department of English and Linguistics der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Zu seinem Forschungsschwerpunkt „Sprachverstehen und Gehirn“ hat er bisher über 50 internationale Publikationen veröffentlicht. www.linguistik.uni-mainz.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Annette Nünnerich-Asmus studierte Klassische Archäologie, Alte Geschichte, Ur- und Frühgeschichte in Münster und Köln. Sie promovierte in Klassischer Archäologie. Danach war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Redaktion des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Madrid und des Landschaftsverbandes Rheinland in Xanten tätig. Darauf folgten Stationen als Chefredakteurin der Zeitschrift ANTIKE WELT und Geschäftsführerin der Verlage Phillip von Zabern und Wienand in Köln. Dr. Annette Nünnerich-Asmus ist sie nun geschäftsführende Gesellschafterin der Nünnerich-Asmus Verlag & Media GmbH. Sie ist außerdem Autorin zahlreicher Publikationen und Beiträge. www.na-verlag.de

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Goldener Schlüssel für /resonate/ der FH Mainz

26. Oktober 2012 | Die interaktive Licht- und Klanginstallation/resonate/ der FH Mainz ist beim 1. Internationalen Wettbewerb "DER RAUM" 2011/12 des CommClubs Bayern e.V. mit dem "Schlüssel in Gold" (Kategorie Nachwuchs) ausgezeichnet worden.

Die Installation , ein Projekt des Masterstudiengangs "Kommunikation im Raum" der FH Mainz in Kooperation mit der Hochschule für Musik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, besteht aus mehreren Kilometern Klangsaiten und acht Interaktionskörpern, die insgesamt 1600 steuerbare LEDs beinhalten. Wird an den Saiten gezupft, verändert sich die Spannung sowie die Schwingung
der Seile und generiert auf diese Weise neue Klänge. Der CommAward wird von den CommClubs Bayern verliehen und für die besten kreativen Werbeauftritte in den Kategorien DIE ANZEIGE , DAS PLAKAT, DER PIXEL  und - erstmals 2012 -  DER RAUM vergeben. Jeder der vier Bereiche wird von einer eigenen Jury bewertet, die sich aus namhaften internationalen Experten zusammensetzt.                                 
/resonate/ war im April 2012 im Rahmen der Luminale auf einem Containerboot am Holbeinsteg in Frankfurt am Main zu sehen und wird noch bis zum 6. Januar 2013 im Zentrum für Kunst und Medientechnologie ZKM in Karlsruhe präsentiert.

Weitere Informationen unter:
http://luminale2012.fh-mainz.de/
http://www.commclubs-bayern.de/awards_1/
 

Ansprechpartner:                                    
Prof. Klaus Teltenkötter
Lehreinheit Innenarchitektur
Fachhochschule Mainz
Holzstraße 36
55116 Mainz
Tel. 06131/ 628 24 27
klaus.teltenkoetter@fh-mainz.de

Univ.-Prof. Peter Kiefer
Master Studies Soundart-Composition
Contemporary Music/New Media
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Hochschule für Musik Mainz
Jakob-Welder-Weg 28
55128 Mainz
Tel. 06131/ 39 28 036
peter.kiefer@uni-mainz.de
http://www.musik.uni-mainz.de/210_DEU_HTML.php
 

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Bauarbeiten für Mainzer Medienhaus können 2014 beginnen

Das Mainzer Medienhaus auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität wird in absehbarer Zeit realisiert. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Martin Stadelmaier, informierte in der Infobox der Uni über den neuesten Stand der Planungen. 

Mit dem gemeinsamen Medienhaus der Johannes Gutenberg-Universität und der Fachhochschule Mainz soll die Stadt Mainz als herausragender Medienstandort gestärkt und arrondiert werden. Nähere Informationen finden Sie unter Medienhaus Mainz.

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SWR UniTalk mit Prof. Margot Käßmann

"Tritt frisch auf! Tu`s Maul auf!" (Luther)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier geht`s zum Download des Flyers!

Dazu sprach Fritz Frey, Fernseh-Chefredakteur des SWR und Moderator des ARD-Politikmagazins "Report Mainz" mit der Theologin am Freitag, 19. Oktober 2012 um 19 Uhr an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Vor einem gut besuchten Hörsaal entlockte der Moderator Margot Käßmann zu einigen persönlichen Stationen ihres Lebens wie auch zu ihrer Aufgabe als Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche authentische, offene und informative Antworten. Auch Studenten konnten hier ihre Fragen an das Podium richten. Eine Zusammenfassung zeigten die Nachrichten der Landesschau Rheinland-Pfalz aktuell im SWR Fernsehen am gleichen Tag. Den Beitrag finden Sie auf der Mediathek unter www.swr.de .

Wie viel Reformation braucht unsere Gesellschaft heute? Nähere Informationen zur Thematik entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung.

Der "SWR UniTalk" ist zu sehen am:

Freitag, den 16. November 2012, 22.00-22.45 Uhr in tagesschau24
Dienstag, den 4. Dezember 2012, 19.15-20.00 Uhr in EinsPlus

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MainzerMedienDisput am 15./16. Oktober 2012

Shitstorm@Sozialpornos - Gelenkte Medienanarchie

Auf dem 17. MainzerMedienDisput wird darüber gestritten, ob sich die Meinungsmacher im Schatten besinnungsloser Shitstorms und perfider Sozialpornos dem Sog der Unterhaltung in allen Spielarten und Mischformen überhaupt noch entziehen können.

Wer setzt die Themen in der "Mediendemokratie", über die jeder spricht? Wer baut Politiker und Manager zu Ikonen auf oder lässt sie im grellen Licht der Medien verglühen? Welche wichtigen Themen fallen durch das Komplexitäts- Raster oder werden weggefiltert, weil sie sich nicht vereinfachen und personalisieren lassen? „Erst vereinfachen und dann übertreiben“ – heißt es sinngemäß in einer Dienstanweisung des britischen Magazins „The Economist“. Die in (geheimen) Strategiepapieren formulierte Maxime, echte Nachrichten mit seichter Unterhaltung zu verquirlen, gilt längst nicht nur für die „news“ von RTL 2 und RTL Aktuell. Dies ist nur ein Auszug aus den Leitlinien zum diesjährigen MainzerMedienDisput. Nähere Informationen:

Anmeldung und Programm für den 15. und 16. Oktober unter http://www.mediendisput.de/

Der MainzerMedienDisput wird zum 17. Mal von einer unabhängigen Projektgruppe verantwortend durchgeführt, die ehrenamtlich arbeitet. Veranstalter des MainzerMedienDisputs sind die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, die LMK – Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz und die FES – Friedrich-Ebert-Stiftung in Medienpartnerschaft mit dem ZDF und dem SWR.