Innovative Studien- und Ausbildungsgänge am Medienstandort Mainz

Eine Bestandsaufnahme der Studien- und Ausbildungsgänge am Medienstandort Mainz finden sich in dem „Wegweiser Medien“, den die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen, die Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und die Fachhochschule Mainz gemeinsam herausgegeben haben. Die Broschüre informiert über die anerkannten Ausbildungsberufe und zugehörigen beruflichen Weiterbildungsangebote und stellt die Studiengänge im Bereich Medien an Universität und Fachhochschule Mainz vor. Darüber hinaus werden die neuen Studienmöglichkeiten für Beruflich qualifizierte Personen ohne Abitur und die Promotion nach Fachhochschulabschluss vorgestellt. Besonders praxisbezogen ist die Broschüre durch die Benennung von Ansprechpartnern zu den jeweiligen Angeboten. Das Potenzial der Aus- und Weiterbildung für die Medienbranche ausbauen und am Medienstandort Mainz zukunftsorientiert entwickeln: Dieser Aufgabe wird sich ein starkes Netzwerk aus Landesregierung sowie Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung in Rheinland-Pfalz stellen. Ziel ist es, den Bedarf der Medienunternehmen an wettbewerbsgerecht ausgebildetem Personal zu decken, indem rechtzeitig Berufs- und Ausbildungsprofile zukunftsfähig entwickelt werden. Damit wird Mainz zu dem führenden Standort für die Aus- und Weiterbildung von Medienfachkräften. Die geplanten Initiativen und Ziele stellten die Partner am Montag in Mainz vor und präsentierten zum Auftakt der neuen Phase der Zusammenarbeit den „Wegweiser Medien – Ausbildungs- und Studiengänge am Standort Mainz”. „Die Landeshauptstadt ist eine der wichtigsten deutschen Medienstädte” „Der Medienstandort Mainz steht in einer über 500 Jahre währenden Tradition, dessen Ruf der medienpolitische Urvater Johannes Gutenberg begründet hat“, erklärte der Chef der Staatskanzlei des Landes Rheinland-Pfalz, Staatssekretär Martin Stadelmaier. Heute zähle die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt zu den „wichtigsten deutschen Medienstädten” und genieße bundesweit einen hervorragenden Ruf. Dazu trügen viele Medienunternehmen bei, nicht zuletzt das ZDF, der SWR, die Verlagsgruppe Rhein-Main und der Musikverlag Schott. Stadelmaier betonte, dass Internet und Digitalisierung zu einer Annäherung der bislang klassischen Medien Zeitung, Hörfunk und Fernsehen führten. „Mit dieser Medienkonvergenz muss mehr Medienkompetenz einhergehen”, forderte der Chef der Staatskanzlei und verwies auf das Programm der Landesregierung „Medienkompetenz macht Schule”. Nicht minder wichtig sei die zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung von Medienschaffenden. Martin Stadelmaier, der auch für die Länder die Rundfunkpolitik koordiniert, nannte den „Wegweiser Medien – Ausbildungs- und Studiengänge am Standort Mainz” einen ersten Schritt zur Bündelung der Kräfte, dem nun weitere folgen müssten. „Hochschulen in Mainz sind zentrale Akteure im Medienbereich” Staatssekretär Michael Ebling, Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, nannte die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Fachhochschule Mainz „zentrale Akteure der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, der IHK für Rheinhessen und der Landesregierung”. Das Studienangebot beider Hochschulen im Bereich Medien sei „vielfältig” und „bundesweit einzigartig”. Die vorliegende Broschüre schaffe Transparenz und sei eine erste Orientierung über das Angebot der Partner. Universität und Fachhochschule Mainz setzten Akzente in Form von Forschung und Lehre im Bereich der Medien. Die Fachhochschule stütze sich mit ihrem Auftrag zu berufsbezogener Ausbildung auf eine lange Tradition der Ausbildung im Medienbereich, die Universität werde sich mit dem neuen Schwerpunkt Medien durch die Vernetzung der einzelnen Disziplinen der Medienwissenschaften neu profilieren. Ebling: „Die Universität leistet in diesem Zusammenhang bereits Vorbildliches für die notwendige Durchlässigkeit der einzelnen Bereiche”. Sie biete qualifizierten Berufstätigen die Gelegenheit, ihre universitären Abschlüsse zu erwerben, gleichzeitig habe sie für qualifizierte Fachhochschulabsolventen die Möglichkeit geschaffen, an der Universität zu promovieren. In diesem Sinne solle die Durchlässigkeit aller Ausbildungs- und Studiengänge am Medienstandort Mainz optimiert werden. Die gemeinsame Information und Beratung der Interessierten sei folgerichtig der nächste Schritt. „Zentrale Ausbildungs- und Studienberatung sowie Netzwerk für Medientrends schaffen” Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen, Richard Patzke, bezeichnete das hohe Tempo des technologischen Wandels als die größte Herausforderung: „In der Medienwirtschaft findet eine Entwicklung statt, die so rasant ist, dass jeder Schritt für sich bereits eine kleine Revolution ist. Dieser Trend wird sich potenzieren.” Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, dass im Idealfall bei Einführung einer neuen Technologie die Beschäftigten schon für diese neue Systemstruktur ausgebildet sind. Patzke schilderte: „Das langfristige Ziel für die Medienbranche ist abgesteckt: die Schaffung einer vorauseilenden Bildungsstruktur.” Vor diesem Ziel sind nach Einschätzung des IHK-Hauptgeschäftsführers drei Etappen zu nehmen: „Mittelfristig müssen Wirtschaft, Politik und Bildung in Rheinland-Pfalz im Medienbereich die Durchgängigkeit des Bildungssystems weiter erhöhen. Ausbildungs- und Studienberatung müssen zu einer zentralen Anlaufstelle zusammengebunden werden. Schließlich wollen wir zeitnah ein Netzwerk knüpfen, das Medientrends aufspürt.” Die Aufgabe dieses Netzwerkes aus Medienunternehmen, Hochschulen, Berufsschulen, Politik und Kammern steht für Patzke fest: „Es ist ein Trendsetter, der analysiert, wo die Medienwirtschaft 2020 stehen wird, welchen Bedarf die Unternehmen dann haben werden und was dieser Bedarf für die Ausbildungs- und Studienprofile bedeutet. Durch diese Netzwerkstruktur wird ein systematisiertes und koordiniertes Vorgehen der Akteure zudem erheblich erleichtert.” „Starkes Forschungspotential des neuen Schwerpunktes Medienkonvergenz” Der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, begrüßte die Intensivierung der Partnerschaft: „Die Medienwissenschaften sind an unserer Universität ein traditioneller Schwerpunkt in Forschung und Lehre, der auf ein bewährtes Netzwerk mit Partnern der umliegenden Medieneinrichtungen zurückgreift. Insofern begrüße ich die Initiative eines gemeinsamen Wegweisers der Ausbildungs- und Studiengänge Medien am Standort Mainz sehr, da er das bereits ausgeprägte Medienprofil der Stadt Gutenbergs weiter fördert.” Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz bietet im Bereich der Medien an die 20 Studiengänge und Programme an, deren Bandbreite von der Buchwissenschaft, der Publizistik und Unternehmenskommunikation über Medienrecht und Medienmanagement bis hin zur Film- und Theaterwissenschaft wie auch der Medienkunst unserer Akademie für bildende Künste reicht. Dabei profitieren nach den Worten des Präsidenten die aktuell 4.500 Studierenden der Medienfächer auch von dem enorm starken Forschungspotential des neu formierten Forschungsschwerpunktes „Medienkonvergenz”. „Höchst attraktiv: de facto 100-prozentige Stellengarantie für Absolvierende der Medienfächer” Univ.-Prof. Dr. Stephan Füssel, Sprecher des „Schwerpunktes Medien” und Leiter des Instituts für Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität, wies auf den „Tag der offenen Tür” an der Universität hin. Den Termin am 3. Februar 2009 nutzen die Kooperationspartner Universität, Fachhochschule und IHK, um erstmals eine Studien- und Ausbildungsberatung anzubieten. Füssel schilderte: „Wir haben in den zurückliegenden Jahren extrem gute Erfahrungen mit Studierenden gemacht, die mit bereits abgeschlossener Lehre zu uns kamen. Sie bereichern das Diskussionsklima durch ihr Vorwissen ungemein und fördern einen kreativen Austausch der Studierenden untereinander. Durch die Umstellung auf Bachelor/Master ergeben sich auch neue Möglichkeiten im Weiterbildungsbereich (so zum Beispiel der berufsbegleitende Masterstudiengang –Medienrecht–), die das gesamte Studienprogramm höchst attraktiv machen. Die Absolvierenden unserer Medienfächer in den zurückliegenden Jahren können von uns de facto eine 100-prozentige Stellengarantie erhalten.” Diese neuen Studiengänge sind ein Ergebnis des Forschungsschwerpunkts „Medienkonvergenz”, der das Zusammenwachsen der Medien innerhalb der digitalen Technik und die daraus entstehenden Anforderungen und Regulierungen diskutiert und wissenschaftlich analysiert. Eine Juniorprofessur für Internetkommunikation, eine geplante Professur für Medienkonvergenz und eine neue Professur für Medienrecht unterstützen diesen Schwerpunkt an der Johannes Gutenberg-Universität nachdrücklich. „Traditionell praxisbezogen – enge Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft” „Die traditionell praxisorientierte und berufsbezogene Ausbildung im Bereich Medien und Design ist”, so FH-Präsident Prof. Dr. Gerhard Muth, „eines der Standbeine der Fachhochschule Mainz, deren Studierende seit Jahren kontinuierlich mit zahlreichen internationalen Designpreisen ausgezeichnet werden.“ Die Fachhochschule Mainz bietet ein breit gefächertes Studienangebot im Bereich Kommunikationsdesign, Medien-Design / Zeitbasierte Medien sowie Innenarchitektur/Kommunikation im Raum und legt dabei besonderen Wert auf die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und die Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft. „Aus diesem Grund begrüßen und unterstützen wir die Initiative eines Netzwerks in der Medienausbildung, das auch Impulse für den Ausbau unseres Weiterbildungsangebotes in Kooperation mit der Wirtschaft geben kann“, betonte Muth. 02. Februar 2009 Kontakt: Koordinierungsstelle Medienprojekt IHK für Rheinhessen Schillerplatz 7, 55116 Mainz Telefon: 06131 2621836 E-Mail: Medienprojekt@rheinhessen.ihk24.de

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *