Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Johannes Gutenberg-Universität (JGU)

Mit zunehmender Geschwindigkeit und Breitenwirkung findet eine umfassende Mediatisierung der Lebenswelt statt. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit erfolgt im öffentlichen wie im nicht-öffentlichen Raum mittlerweile fast ausnahmslos über Medien, die im Zuge der Digitalisierung interaktiv und multimedial geworden sind. Die Fusion von Text, Bild und Ton sowie die zunehmend interaktiven Formen der Mediennutzung führen – nicht nur im Internet – zu einer Neuorganisation des kulturellen Wissens wie des sozialen Gedächtnisses. Ziel des Forschungsschwerpunktes „Medienkonvergenz“ ist es, die rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen dieser rasanten Medienevolution, ihre kulturellen Potenziale und kreativen Möglichkeiten kritisch zu erfassen und wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Daher kooperieren im Mainzer Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz (http://www.medienkonvergenz.uni-mainz.de/) die kulturwissenschaftlich und die sozialwissenschaftlich orientierten Medienfächer unter Einbeziehung von Medienrecht, Medienmanagement und Medienkunst. Die beteiligten Institute beschäftigen sich z.T. bereits seit Jahrzehnten mit den grundlegenden Fragen der Medienforschung (z.B. Buchwissenschaft seit 1947, Publizistik seit 1966, Journalistisches Seminar seit 1978, Theaterwissenschaft seit 1990, Filmwissenschaft seit 1993, das Mainzer Medieninstitut, eine interdisziplinäre Einrichtung zur Weiterbildung im Medienrecht, seit 1999). Dabei können die Mainzer Medienwissenschaftler auf ein bewährtes Netzwerk von Praktikern der umliegenden Fernsehanstalten, Verlage, Medienfirmen und Organisationen zurückgreifen (ZDF, SWR, 3sat, HR, FAZ, FR, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Deutsche Nationalbibliothek etc.).

Die Johannes Gutenberg-Universität zeichnet sich im Bereich der Medien durch ein bundesweit nahezu einzigartiges Profil und Potential aus und verfügt über ein bundesweit einmaliges Cluster von medienwissenschaftlichen Fächern, die überdurchschnittlich gut aufgestellt sind. Für die Studierenden ergibt sich hier die Möglichkeit, sowohl empirisch-quantitative Verfahren als auch qualitativ-hermeneutische Methoden im Studium kennenzulernen und kreativ miteinander zu kombinieren. Vom ältesten Medium, dem Buch, bis zur Internet-Kommunikation bietet sich eine einmalige Bandbreite an Studien- und Forschungsmöglichkeiten.

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